aus dem Jahrbuch des Carroms - die 5 S des Carromsports:

Strikerpflege: Die natürliche Umgebung des Strikers ist die Hosentasche. Auf gar keinen Fall sollte der Striker in einem Döschen aufbewahrt werden, da ihm sonst die feinen Dinge des Tascheninterieurs entgehen und er keine Patina ansetzen kann. Wer seinen Striker abschleift, tut sich damit ebenso keinen Gefallen. Für kommende Niederlagen müssen dann andere Ursachen herhalten.
Schlechtlegen: Diese schlechte Angewohnheit mancher Carromspieler hat dafür gesorgt, dass Partien unnötig in die Länge gezogen werden. Wer dies dennoch tut, betreibt aktive Slamvermeidung. Im Carrom zählt nämlich nur eines: Jeder Schuss ein Treffer und am besten alle Neune.
Spin: Dieses lästige kleine Übel tritt immer dann auf, wenn man es nicht braucht, und wenn man ihn dann doch mal benötigt, funtioniert er nicht. Daher gilt folgende Devise: Vor jedem Spiel müssen die lokalen Bandeneigenschaften in Verbindung mit dem Strikerprofil geprüft, der Dichtegradient der Porenverteilung im Lack bestimmt und die Jahresringe in den Steinen gezählt werden. Diese Erkenntnisse nun bei jedem Schuss unberücksichtigt lassen und schon klappt's.
Schneiderblock: Diese raffinierte Falle und zugleich mächtigste Waffe im Spiel wird immer unabsichtlich gelegt. Entsprechend platzierte Steine (auch die weissen) krümmen die Carromebene und führen dazu, dass vorbeigleitende Steine nicht das rettende Loch erreichen, sobald sie den Carromhorizont durchqueren, der einige Zentimeter weit reichen kann.
Slam: Ein Slam passiert selten auf dem Tisch, aber immmer im Kopf. Im Einklang mit asiatischen Lehren (Einheit von Körper und geistigen Getränken) spielen die meisten Spieler den Slam vorher gedanklich durch: und schliesslich ist der letzte Stein versenkt und die Massen jubeln . ... wäre da nicht der Schneiderblock.
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